„Elif’s Tortenwelt“ in Marxloh: Köstlichkeiten für den schönsten Tag im Leben

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Duisburg-Marxloh hat sich längst zum Hochzeits-Hotspot entwickelt. Wer den Bund der Ehe eingeht, will seinen Gästen auch eine leckere Torte anbieten – und die kommt oft aus der Backstube von Konditormeisterin Nurcan Yagiz.

Auf der Weseler Straße rollen Lieferwagen an, Waren werden entladen. Inhaber fegen die Gehwege vor ihren Geschäften. In einem Laden heult ein Staubsauger auf. Montagmorgen – die Brautmodenmeile in Marxloh erwacht.

Etwa 120 Geschäfte an der Weseler Straße und in den Seitenstraßen rund um das Pollmannkreuz machen Marxloh zum wohl größten zusammenhängenden Hochzeits-Hotspot Europas. Wer den Bund der Ehe eingeht, braucht nirgendwo anders hin. Das Brautkleid ist zwar der Blickfang am schönsten Tag im Leben, aber längst nicht alles. Zu jeder Hochzeit gehört eine Torte – und wer eine solche Köstlichkeit sucht, landet auf kurz oder lang bei „Elif’s Tortenwelt“.

In der Backstube duftet es noch nach frischem Biskuit. Für Nurcan Yagiz ist der Arbeitstag fast vorbei. Gerade zieht die Konditormeisterin die letzten Tortenböden aus dem Ofen. Seit vier Uhr früh steht sie in „Elif’s Tortenwelt“ – benannt nach ihrer jüngsten Tochter. Ihre älteren Töchter Züleyba und Yasemin führen derweil im Verkaufsraum einem jungen Pärchen mögliche Tortenformen vor.

Bis zur Hausnummer 111 verirrt sich zwar weniger Laufkundschaft, Naschkatzen finden dennoch zuverlässig den Weg zu Yagiz’ Geschäft. „Wir müssen regelmäßig einen Bestellstopp einlegen“, gibt Inhaberin Nurcan Yagiz preis. Ihre süßen Kreationen stellt sie in den Schaufenstern der Sozialen Medien aus. Allein auf Instagram folgen ihr fast 22.000 Kuchenfans.

Angefangen hat alles als Freundschaftsdienst in der heimischen Küche. „Ich habe schon immer leidenschaftlich gern gebacken – aber an ein eigenes Café habe ich nie ernsthaft gedacht“, so Yagiz.

2015 fand ihr Mann dann ein backtaugliches Ladenlokal in Marxloh. Der ungeahnte Traum von der Selbstständigkeit – er wurde Realität. Aber nicht einfach so. Yagiz, die einst ihr Abitur abbrach, drückte noch einmal die Ausbildungs- und Prüfungsbank. Als Mama von vier, zum Teil kleinen Kindern pendelte sie damals zwischen Backstube, Handelskammer und Kinderbetreuung. „Das war eine harte Zeit“, sagt sie rückblickend. Heute gibt sie 15 Menschen Arbeit.

Spricht man mit Nurcan Yagiz, merkt man sofort: Ihr Geschäft ist Herzenssache, und Marxloh ihre Heimat.